Internetberichte in Boersenreport, Spiegel, SWR,
Handelsblatt, ams, N24, SAT1 u.v.a.m. zur Pressekonferenz
der Kritischen AktionärInnen DaimlerChrysler (KADC)
am 31.03.2005 in Stuttgart


Zu Anträge, Artikel, Presseerklärungen und Redebeiträge
zu Hauptversammlungen der DaimlerChrysler AG
und Daimler-Benz AG

Zu Artikel zu Jürgen E. Schrempp


 

Internetberichte in Boersenreport, Spiegel, SWR,
Handelsblatt, ams, N24, SAT1 u.v.a.m. zur Pressekonferenz
der Kritischen AktionärInnen DaimlerChrysler (KADC)
am 31.03.2005 in Stuttgart

Boersenreport vom 02.04.2005

Spiegel online vom 31.03.2005

SWR.de vom 31.05.2005

HANDELSBLATT.de vom 31.03.2005

auto-und-motor-und-sport.de vom 31.03.2005

news.de Wirtschaft vom 31.03.2005

N24.de // SAT1.de // NETZEITUNG.DE vom 31.03.2005

Frankfurter Rundschau.online vom 31.03.2005

Der Tagesspiegel vom 01.04.2005

Autohaus online vom 31.03.2005

netzeitung.de vom 31.03.2005


Boersenreport vom 02.04.2005

Hauptversammlungen sind für einige der Firmenbosse kein Zuckerschlecken. Ziemlich schlimm wird es am Mittwoch für DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp werden. Als "Manager des Misserfolgs" betitelte ihn unlängst sein Namensvetter Jürgen Grässlin von den Kritischen DaimlerChrysler.

Chrysler, Mitsubishi, Smart, die jüngste Rückrufaktion und die Untreue-Affäre ..., die Liste der dunklen Kapitel der Firmengeschichte ist lang.
Die Kritischen Aktionäre wollen am Mittwoch in Berlin ereichen, dass der Vorstand nicht entlastet wird. Nach eigenen Angaben hatten die Kritischen Aktionäre bei der letzten Hauptversammlung für ihre Anträge allerdings nur rund 1,5 Prozent des Aktienkapitals auf ihrer Seite.

Autor: Regina Kaffl


Spiegel online vom 31.03.2005

AKTIONÄRSWATSCHE FÜR SCHREMPP

„Er ist ein Manager des Misserfolgs“

Kommende Woche steht die Hauptversammlung bei DaimlerChrysler an, schon jetzt stimmt die Gruppe Kritische Aktionäre eine ganze Litanei von Vorwürfen gegen Jürgen Schrempp an. Der Daimler-Chef, so die Forderung, dürfe nicht entlastet werden.

Stuttgart - „Er ist ein Manager des Misserfolgs“, sagte Jürgen Grässlin von den Kritischen Aktionären am Donnerstag in Stuttgart. Der Daimler-Aktienkurs sei unter Schrempps Ägide zwischen 1999 und 2004 um zwei Drittel gefallen, die Dividende von 2,35 auf 1,50 € gesunken. Zugleich seien im Gesamtkonzern mit Chrysler 82.000 Stellen abgebaut worden. Grässlins Fazit: „Die Bilanz ist desaströs.“ Er kritisierte zudem, dass DaimlerChrysler nach wie vor an Unternehmen wie EADS beteiligt ist, die Rüstungsgüter herstellen.
Der Sprecher der Kritischen Aktionäre, Paul Russmann, ergänzte die Kritik. Er sagte, Daimler habe die Entwicklung bei Rußpartikelfiltern verschlafen und Technologievorsprünge eingebüßt. Zwar sei Mercedes erste deutsche Auto-Unternehmen, das die Filter vom Sommer an serienmäßig und ohne Aufpreis in Diesel-Autos einbaue. DaimlerChrysler sei aber nicht bereit, ein Zwei-Liter-Auto, dessen Konzept schon in der Schublade liege, auf den Markt zu bringen.

Weniger als zwei Prozent der Stimmen

Bei der Hauptversammlung am 6. April in Berlin wollen die Kritischen Aktionäre daher erreichen, dass der Vorstand nicht entlastet wird. Zur Begründung verweisen sie unter anderem auch auf die jüngste Untreue-Affäre und Unfälle von Testfahrern in Skandinavien.
Der Aufruf ist allerdings eher symbolischer Natur - die Gruppe hat nur einen sehr kleinen Stimmanteil. Nach eigenen Angaben hatten die Kritischen Aktionäre bei der letzten Hauptversammlung für ihre Anträge rund 1,5 Prozent des Aktienkapitals auf ihrer Seite.


SWR.de vom 31.05.2005

Aktionäre kritisieren Kurs von DaimlerChrysler

Die Kritischen Aktionäre von DaimlerChrysler haben den Kurs von Konzernchef Jürgen Schrempp scharf kritisiert. Auf der Hauptversammlung am 6. April in Berlin wollen sie ihm daher die Entlastung verweigern. Eine Woche vor der Aktionärs-Hauptversammlung in Berlin stellten sie ihren so genannten Schattenbericht vor. Seit zehn Jahren steht Jürgen Schrempp an der Spitze von DaimlerChrysler - für die Kritischen Aktionäre eine Zeit voller Fehler. Nicht nur die Vision des Autobauers, durch die Fusion mit Chrysler zur Nummer Eins aller Autokonzerne zu werden, sei gescheitert. DaimlerChrysler habe unter der Regie von Schrempp den Einstieg in neue Technologien versäumt: So werde das Zwei-Liter-Auto heute von den Japanern vorangetrieben genauso wie die Entwicklung der sparsamen Hybridmotoren.
Besonders prangern die Kritischen Aktionäre das Rüstungsgeschäft des Konzerns an. Durch Unternehmensbeteiligungen profitiere der Autobauer vom Verkauf von Minen-Verlegsystemen und Kampfhubschraubern.


HANDELSBLATT.de vom 31.03.2005

Entwicklung bei Rußpartikelfiltern verschlafen
Daimler-Aktionäre machen Front gegen Schrempp

Der Vorstandsvorsitzende sei gescheitert, sagen aufgebrachte Anteilseigner. Der Wert der Firma sei im Keller, Rüstungsbeteiligungen seien unmoralisch.

HB DÜSSELDORF. Eine Woche vor der Hauptversammlung in Berlin haben die Kritischen Aktionäre von Daimler-Chrysler dem Vorstandsvorsitzenden Jürgen Schrempp eine gescheiterte Firmenpolitik vorgeworfen. „Er ist ein Manager des Misserfolgs“, sagte Jürgen Grässlin von den Kritischen Aktionären am Donnerstag in Stuttgart. Der Aktienkurs sei zwischen 1999 und 2004 um zwei Drittel und die Dividende von 2,35 auf 1,50 € gefallen. Die Zahl der Beschäftigten sei um 82 000 gesunken. „Die Bilanz ist desaströs“, sagte Grässlin. Er kritisierte zudem die Beteiligung von Daimler-Chrysler an Unternehmen, die Rüstungsgüter herstellten.
Das Unternehmen habe die Entwicklung bei den Rußpartikelfiltern verschlafen und Technologievorsprünge eingebüßt, sagte der Sprecher der Kritischen Aktionäre, Paul Russmann. Jetzt sei es das erste deutsche Unternehmen, das die Filter vom Sommer an serienmäßig und ohne Aufpreis in Diesel-Autos einbaue. DaimlerChrysler sei aber nicht bereit, ein Zwei-Liter-Auto, dessen Konzept schon in der Schublade liege, auf den Markt zu bringen. Bei der Hauptversammlung am 6. April in Berlin wollen die Kritischen Aktionäre erreichen, dass der Vorstand nicht entlastet wird. Grund seien Skandalpunkte wie die Untreue-Affäre oder die Unfälle von Testfahrern in Skandinavien. Nach eigenen Angaben hatten die Kritischen Aktionäre bei der letzten Hauptversammlung für ihre Anträge rund 1,5 Prozent des Aktienkapitals auf ihrer Seite.


auto-und-motor-und-sport.de vom 31.03.2005

Kritische Aktionäre attackieren DC-Boss Schrempp

Eine Woche vor der Hauptversammlung in Berlin haben die Kritischen Aktionäre von Daimler-Chrysler dem Vorstandsvorsitzenden Jürgen Schrempp eine gescheiterte Firmenpolitik vorgeworfen.

„Er ist ein Manager des Misserfolgs“, sagte Jürgen Grässlin von den Kritischen Aktionären am Donnerstag (31.3.) in Stuttgart. Der Aktienkurs sei zwischen 1999 und 2004 um zwei Drittel und die Dividende von 2,35 auf 1,50 € gefallen. Die Zahl der Beschäftigten sei um 82.000 gesunken. „Die Bilanz ist desaströs“, sagte Grässlin. Er kritisierte zudem die Beteiligung von Daimler-Chrysler an Unternehmen, die Rüstungsgüter herstellten. Das Unternehmen habe die Entwicklung bei den Rußpartikelfiltern verschlafen und Technologievorsprünge eingebüßt, sagte der Sprecher der Kritischen Aktionäre, Paul Russmann. Jetzt sei es das erste deutsche Unternehmen, das die Filter vom Sommer an serienmäßig und ohne Aufpreis in Diesel-Autos einbaue. Daimler-Chrysler sei aber nicht bereit, ein Zwei-Liter-Auto, dessen Konzept schon in der Schublade liege, auf den Markt zu bringen.

Bei der Hauptversammlung am 6. April in Berlin wollen die Kritischen Aktionäre erreichen, dass der Vorstand nicht entlastet wird. Grund seien Skandalpunkte wie die Untreue-Affäre oder die Unfälle von Testfahrern in Skandinavien. Nach eigenen Angaben hatten die Kritischen Aktionäre bei der letzten Hauptversammlung für ihre Anträge rund 1,5 Prozent des Aktienkapitals auf ihrer Seite.


news.de Wirtschaft vom 31.03.2005

Kritische Aktionäre werfen Schrempp verfehlte Firmenpolitik vor

Stuttgart (dpa) - Eine Woche vor der Hauptversammlung in Berlin haben die Kritischen Aktionäre von DaimlerChrysler dem Vorstandsvorsitzenden Jürgen Schrempp eine gescheiterte Firmenpolitik vorgeworfen.

«Er ist ein Manager des Misserfolgs», sagte Jürgen Grässlin von den Kritischen Aktionären in Stuttgart. Der Aktienkurs sei zwischen 1999 und 2004 um zwei Drittel und die Dividende von 2,35 auf 1,50 € gefallen. Die Zahl der Beschäftigten sei um 82 000 gesunken. «Die Bilanz ist desaströs», sagte Grässlin. Er kritisierte zudem die Beteiligung von DaimlerChrysler an Unternehmen, die Rüstungsgüter herstellten.

Das Unternehmen habe die Entwicklung bei den Rußpartikelfiltern verschlafen und Technologievorsprünge eingebüßt, sagte der Sprecher der Kritischen Aktionäre, Paul Russmann. Jetzt sei es das erste deutsche Unternehmen, das die Filter vom Sommer an serienmäßig und ohne Aufpreis in Diesel-Autos einbaue. DaimlerChrysler sei aber nicht bereit, ein Zwei-Liter-Auto, dessen Konzept schon in der Schublade liege, auf den Markt zu bringen.

Bei der Hauptversammlung am 6. April in Berlin wollen die Kritischen Aktionäre erreichen, dass der Vorstand nicht entlastet wird. Grund seien Skandalpunkte wie die Untreue-Affäre oder die Unfälle von Testfahrern in Skandinavien. Nach eigenen Angaben hatten die Kritischen Aktionäre bei der letzten Hauptversammlung für ihre Anträge rund 1,5 Prozent des Aktienkapitals auf ihrer Seite.


N24.de // SAT1.de // NETZEITUNG.DE vom 31.03.2005

Aktionärsverband wirft Schrempp Versagen vor

Der Verband der Kritischen Aktionäre hat DaimlerChrysler-Chef Schrempp scharf kritisiert. Aufgrund zahlreicher Fehlentscheidungen sei der Aktienkurs drastisch gesunken. Die Kritischen Aktionäre haben dem Chef von DaimlerChrysler, Jürgen Schrempp, eine gescheiterte Unternehmenspolitik vorgeworfen. «Schrempp ist ein Manager des Misserfolgs», sagte Jürgen Grässlin von den Kritischen Aktionären am Donnerstag in Stuttgart. In der Zeit von 1999 und 2004 sei der Aktienkurs um zwei Drittel und die Dividende von 2,35 € auf 1,50 € gesunken. Zudem sei die Zahl der Beschäftigte um 82.000 zurückgegangen.

Der Kursverfall sei eine Folge zahlreicher Fehlentscheidungen, so der Verband. Dabei wurde vor allem der Einstieg bei Chrysler im Jahr 1998 sowie der Erwerb des 37-prozentigen Anteils an Mitsubishi Motors genannt.

Keine Entlastung des Vorstands

Auf der Hauptversammlung des Konzerns am 6. April will der Verband erreichen, dass der Vorstand nicht entlastet wird. Grund seien Skandalpunkte wie die Untreue-Affäre oder die Unfälle von Testfahrern in Skandinavien. Nach eigenen Angaben hatten die Kritischen Aktionäre bei der letzten Hauptversammlung für ihre Anträge rund 1,5 Prozent des Aktienkapitals auf ihrer Seite. (nz)


Frankfurter Rundschau.online vom 31.03.2005

DAIMLER-CHRYSLER

Aktionärsvertreter greifen Schrempp an

Stuttgart 31. März dpa Eine Woche vor der Hauptversammlung in Berlin haben die Kritischen Aktionäre von Daimler-Chrysler dem Vorstandsvorsitzenden Jürgen Schrempp eine gescheiterte Firmenpolitik vorgeworfen. „Er ist ein Manager des Misserfolgs“, sagte Jürgen Grässlin von den Kritischen Aktionären.
Der Aktienkurs sei zwischen 1999 und 2004 um zwei Drittel und die Dividende von 2,35 auf 1,50 € gefallen. Die Zahl der Beschäftigten sei um 82 000 gesunken. „Die Bilanz ist desaströs“, sagte Grässlin. Er kritisierte zudem die Beteiligung von Daimler-Chrysler an Unternehmen, die Rüstungsgüter herstellten.
Bei der Hauptversammlung am 6. April in Berlin wollen die Kritischen Aktionäre erreichen, dass der Vorstand nicht entlastet wird. Grund seien Skandalpunkte wie die Untreue-Affäre oder die Unfälle von Testfahrern in Skandinavien. Nach eigenen Angaben hatten die Kritischen Aktionäre bei der vergangenen Hauptversammlung für ihre Anträge rund 1,5 Prozent des Aktienkapitals auf ihrer Seite.


Der Tagesspiegel vom 01.04.2005

Rückrufaktion erschüttert Daimler-Chrysler

1,3 Millionen Mercedes-Fahrzeuge müssen in die Werkstatt zurück - herber Rückschlag für Vorstandschef Cordes

Frankfurt am Main - Der Autokonzern Daimler-Chrysler hat für seine Prestigemarke Mercedes-Benz die größte Rückrufaktion in der Geschichte der Nobelmarke gestartet. Der Hersteller beordert nach eigenen Angaben ab sofort weltweit rund 1,3 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurück das ist mehr als die gesamte Produktion des vergangenen Jahres. Die Aktion laufe im Rahmen der Qualitätsoffensive von Mercedes-Vorstand Eckhard Cordes, hieß es im Unternehmen. Überprüft würden bei verschiedenen Modellen der Baujahre 2001 bis 2005 Bremsanlagen, Spannungsregler der Lichtmaschine und die Software der Stromversorgung. Branchenkreise rechnen damit, dass der Rückruf Mercedes erneut einen dreistelligen Millionenbetrag kosten wird.

Der jüngste Rückruf, der zu den größten in der Geschichte der Autoindustrie zählt, ist für Cordes ein herber Rückschlag: Erneut erscheint die Produktqualität der Vorzeigemarke in einem schlechten Licht, zumal die Aktion sich auch auf ganz neue Fahrzeuge erstreckt. Betroffen sind neben Autos mit Sechs- und Achtzylinder-Benzinmotoren, die zwischen Juni 2001 und November 2004 gebaut wurden, auch E- und CLS-Klasse-Modelle aus der Produktion von Januar 2002 bis Januar 2005. Hinzu kommt die aktuelle E-, SL- und CLS-Klasse aus der Produktion von Juni 2001 bis März 2005.
Dagegen hatte Cordes noch jüngst betont, die derzeit vom Band rollenden Mercedes-Fahrzeuge würden die beste Qualität bieten, „die wir je hatten“. Auch Daimler-Chef Jürgen Schrempp hatte noch Anfang März im Gespräch mit dem „Handelsblatt“ betont, „was derzeit aus den Fabriken kommt, ist die beste Qualität, die Mercedes je produziert hat“. Gestern bezeichneten die Kritischen Aktionäre von Daimler-Chrysler Schrempp als „Manager des Misserfolgs“.

Die Rückrufaktion zeigt, dass Cordes weit von seinem Ziel entfernt ist, die Marke Mercedes in den kommenden Jahren wieder zur Nummer eins in Sachen Qualität zu machen. In einer gestern veröffentlichten Umfrage der Forschungsstelle Automobilwirtschaft unter Autohändlern schnitten Mercedes und Renault bei der Qualität der Neufahrzeuge am schlechtesten ab.

Bereits im letzten Quartal 2004 musste Daimler-Chrysler die Rückstellungen für Garantie- und Kulanzleistungen und mögliche Rückrufaktionen auf 1,2 Milliarden € verdoppeln. Nach Einschätzung des Auto-Analysten Georg Stürzer von der Hypo-Vereinsbank wurde die Hälfte der Summe für Qualitätsmängel bei Mercedes-Benz zurückgestellt. Stürzer rechnet nach der jüngsten Rückrufaktion mit einer erneuten Belastung des Mercedes-Ergebnisses in dreistelliger Millionenhöhe. „Ich gehe davon aus, dass Mercedes für das erste Quartal 2005 abermals Rückstellungen tätigen wird“, sagte Stürzer. Ein Konzernsprecher sagte: „Zu den Kosten machen wir keine Angaben.“ Daimler-Chrysler will am 28. April die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2005 vorlegen.

Branchenkreisen zufolge wurde schon im vergangenen Mai für den weltweiten Rückruf von 680 000 Fahrzeugen der E- und SL-Klasse ein dreistelliger Millionenbetrag fällig. Im Februar dieses Jahres kamen Qualitätsmängel bei Mercedes-Diesel-Fahrzeugen hinzu, die auf fehlerhafte Einspritzpumpen des Zulieferers Robert Bosch zurückzuführen waren. Zeitweise musste die Produktion gestoppt werden. Auch bei der jüngsten Rückrufaktion stammten viele beanstandete Bauteile von Bosch. Ein Sprecher des Zulieferers sagte, noch sei es zu früh, um über mögliche Schadensersatzansprüche zu reden.

Dramatischer als die direkten finanziellen Folgen ist der mit der jüngsten Rückrufaktion verbundene erneute Imageverlust: Gelten Mercedes-Fahrzeuge nicht mehr als zuverlässig, lassen sich auf Dauer die Preisaufschläge für die Premiumfahrzeuge kaum noch durchsetzen.

Im vergangenen Jahr erlitt die Mercedes-Gruppe einen überraschend starken Gewinneinbruch. Cordes hatte daraufhin ein massives Sparprogramm zur Kostensenkung angekündigt. hz/HB


Autohaus online vom 31.03.2005

Daimler: Kritische Aktionäre attackieren Schrempp

Eine Woche vor der Hauptversammlung in Berlin haben die so genannten „Kritischen Aktionäre“ von DaimlerChrysler dem Vorstandsvorsitzenden Jürgen Schrempp eine gescheiterte Firmenpolitik vorgeworfen. „Er ist ein Manager des Misserfolgs“, sagte Jürgen Grässlin von den Kritischen Aktionären am Donnerstag in Stuttgart. Der Aktienkurs sei zwischen 1999 und 2004 um zwei Drittel und die Dividende von 2,35 auf 1,50 € gefallen. Die Zahl der Beschäftigten sei um 82.000 gesunken. „Die Bilanz ist desaströs“, sagte Grässlin. Er kritisierte zudem die Beteiligung von DaimlerChrysler an Unternehmen, die Rüstungsgüter herstellten.

Das Unternehmen habe die Entwicklung bei den Rußpartikelfiltern verschlafen und Technologievorsprünge eingebüßt, sagte der Sprecher der Kritischen Aktionäre, Paul Russmann. Jetzt sei es das erste deutsche Unternehmen, das die Filter vom Sommer an serienmäßig und ohne Aufpreis in Diesel-Autos einbaue. DaimlerChrysler sei aber nicht bereit, ein Zwei-Liter-Auto, dessen Konzept schon in der Schublade liege, auf den Markt zu bringen.

Bei der Hauptversammlung am 6. April in Berlin wollen die Kritischen Aktionäre erreichen, dass der Vorstand nicht entlastet wird. Grund seien Skandalpunkte wie die Untreue-Affäre oder die Unfälle von Testfahrern in Skandinavien. Nach eigenen Angaben hatten die Schrempp-Gegner bei der letzten Hauptversammlung für ihre Anträge rund 1,5 Prozent des Aktienkapitals auf ihrer Seite. (dpa)

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netzeitung.de vom 31.03.2005

Aktionärsverband wirft Schrempp Versagen vor

Der Verband der Kritischen Aktionäre hat DaimlerChrysler-Chef Schrempp scharf kritisiert. Aufgrund zahlreicher Fehlentscheidungen sei der Aktienkurs drastisch gesunken.

Die Kritischen Aktionäre haben dem Chef von DaimlerChrysler, Jürgen Schrempp, eine gescheiterte Unternehmenspolitik vorgeworfen. Schrempp ist ein »Manager des Misserfolgs«, sagte Jürgen Grässlin von den Kritischen Aktionären am Donnerstag in Stuttgart. In der Zeit von 1999 und 2004 sei der Aktienkurs um zwei Drittel und die Dividende von 2,35 € auf 1,50 € gesunken. Zudem sei die Zahl der Beschäftigte um 82.000 zurückgegangen.

Der Kursverfall sei eine Folge zahlreicher Fehlentscheidungen, so der Verband. Dabei wurde vor allem der Einstieg bei Chrysler im Jahr 1998 sowie der Erwerb des 37-prozentigen Anteils an Mitsubishi Motors genannt.

Keine Entlastung des Vorstands

Auf der Hauptversammlung des Konzerns am 6. April will der Verband erreichen, dass der Vorstand nicht entlastet wird. Grund seien Skandalpunkte wie die Untreue-Affäre oder die Unfälle von Testfahrern in Skandinavien. Nach eigenen Angaben hatten die Kritischen Aktionäre bei der letzten Hauptversammlung für ihre Anträge rund 1,5 Prozent des Aktienkapitals auf ihrer Seite. (nz)